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Wie sich Fotojournalisten auch selbst vermarkten können...

...zeigt die Website von Daimon Xanthopoulos, Fotograf aus den Niederlanden. Fotogalerien mit etwas erklärendem Text dazu. www.daimon.nl

(Linktipp aus De Journalist, NL)

Was haben Freie eigentlich von Vista...

...eigentlich nichts, was man wirklich braucht. Von schönerer Optik abgesehen. Meint jedenfalls Henk van Ess im niederländischen "De Journalist". Die Suchfunktion gehe durch Google Desktop Search besser, das Dateisystem NTFS verlangsame den Rechner durch das Einfügen von Zeitstempeln in Dateinamen.

NDR: Gekürzte Honorare - Wütende Proteste gegen Lohndumping bei Foto-Journalisten

Springers neue Honorarregelungen... der NDR-Beitrag zum Thema (Zapp) findet sich hier als Stream: http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_video/0,,SPM2488_VID3713662,00.html

(Tipp von Heike Rost)

Vogelgrippe: Schutzmaßnahmen für (Foto-)Journalisten

Aus aktuellem Anlass (Vogelgrippe-Fälle in Russland):

Bekanntermaßen kann das Fotografieren von verendeten Vögeln oder der Besuch auf gesperrten Höfen (Foto-)Journalisten in Gefahr bringen. Tipps zum Selbstschutz gibt es bei der für Fotojournalisten zuständigen Berufsgenossenschaft:

http://www.bgdp.de/pages/aktuelles/Info_Vogelgrippe_fuer_Journalisten.pdf

Altersvorsorge: Schutz für Selbständige verbessert

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am 16. Februar dem Gesetz zur Verbesserung des Pfändungsschutzes der Altersvorsorge Selbständiger zugestimmt. Mehr dazu in Beck-Online http://rsw.beck.de/rsw/shop/default.asp?docid=213428
Zum Gesetz insgesamt gibt es eine DJV-Information im Überblick "Gesetzliche Änderungen 2007", das unter www.djv.de/freie unter "Infos" abrufbar ist.

Stalking-Gesetz: Bundesrat stimmt zu - Rechtsunsicherheit für Fotografen wächst

Die Rechtsunsicherheit für Fotojournalisten nimmt weiter zu. Am 16. Februar hat der Bundesrat dem so genannten Stalking-Gesetz zugestimmt, das damit in Kürze in Kraft treten wird (am Tag nach der Verkündung). Der DJV hatte in einer Stellungnahme zum Gesetzentwurf wie auch in der Anhörung durch seinen Justitiar Benno H. Pöppelmann deutlich gemacht, dass eine Ausnahmeregelung für Journalisten notwendig ist. Zusammen mit der so genannten Caroline-Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs und dem neuen § 201a StGB, der die Fotografie in so genannten geschützten Lebensbereichen unter Strafe stellt, wird die Arbeit von Fotojournalisten deutlich erschwert. Der DJV bietet seinen Mitgliedern im Rahmen der Rechtsberatung Hilfe an, wenn es auf Grund der genannten Regelungen Beratungsbedarf gibt.

Mehr zum Thema findet sich in Beck-Online unter
http://tinyurl.com/39gcyv
Zum Gesetzgebungsverfahren und zur Stellungnahme des DJV unter
http://tinyurl.com/2yr5jz (Beck-Online)
Der Gesetzestext:
http://dip.bundestag.de/btd/16/036/1603641.pdf

Termine: Konferenz der Freien in Chemnitz

... am 16./17.3. in Chemnitz. Programm http://www.konferenz-der-freien.de/8__Konferenz/8__konferenz.html. Dabei sind auch das Thema "Einkommensquelle Bildarchiv" sowie ein Stand der DJV-Verlags- und Service-GmbH mit Angeboten auch für Bildjournalisten (Hard-/Software, Telekommunikationsangebote wie UMTS-Datenkarte, DJV-Bildportal etc.). Veranstalter sind die DJV-Landesverbände Hessen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen.

Vorsicht bei Vista-Installation

Von diversen Kollegen im Bildbereich ist leider erst nach der Installation des neuen Betriebssystems von Microsoft festgestellt worden, dass - im Gegensatz zu früheren Neuinstallationen - die gesamte Festplatte geleert, weil neu formatiert worden ist und sämtliche Programme und Dateien neu aufgespielt werden müssen, inklusive neuer Anmeldevorgänge bei Programmen, die eine (Online-)Lizenzierung erfordern.

Zwar wird auf diesen Umstand in der Benutzeranleitung von Microsoft hingewiesen, allerdings wird dies nach den Erfahrungsberichten eben gelegentlich übersehen. Der Hinweis ist wohl recht einfach - oder unter Zeitdruck - zu übersehen. Inhaber von Apple-Systemen werden natürlich wie immer den Kopf schütteln...

Ergänzung: Gerade ein wichtiger Hinweis von Fotonews - eventuell zerstört Vista auch Metadaten in Dateien.

Termine: 22.2. - Workshop "Verschlagwortung, Betextung und Keywords"

...Donnerstag, 22.02.2007 um 19:00 Uhr in der Geschäftsstelle des Vereins Berliner Journalisten.

"Wir reden über Begriffsbestimmungen wie IPTC, Caption oder Keywords: was ist darunter zu verstehen, wie werden sie eingesetzt und was ist zu beachten? Wir zeigen Beispiele, wie Fotos verschlagwortet werden, und wie bzw. wonach Kunden suchen. So denn Redaktionen um diese Zeit noch arbeiten (wovon auszugehen ist) können wir in "Echtzeit" sehen, mit Hilfe welcher Begriffe oder Kriterien Bildredaktionen die geeigneten Motive recherchieren."

Für VBJ-Mitglieder ist die Teilnahme kostenfrei - Nichtmitglieder zahlen einen Kostenbeitrag von 10 Euro.

Wer teilnehmen möchte, meldet sich bitte an unter carolin.dewest(at)berliner-journalisten.de

Siehe auch http://www.berliner-journalisten.de/Bild.1613.0.html

Martin Luther war ein Blogger...

...und eine frühere Version des Internet waren Kirchentüren ...meint Craigslist-Gründer Craig Newmark in:

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,464381,00.html

Alles klar. Aber die ersten Bildjournalisten, die gebloggt haben, finden sich hier: http://www.culture.gouv.fr/culture/arcnat/chauvet/en/index.html - , also bereits im Jungpaläolithikum vor über 30.000 Jahren, und diese, noch etwas frühere Version des Internets waren Höhlen. Also schon damals unterirdische Arbeitsbedingungen...

Apropos Höhlenmenschen, bzw. unterirdisches Leben: Verleger Lensing-Wolff vermeldet in Sachen Münstersche Zeitung, bei der er die gesamte* Redaktion hinausgeworfen hat (Achtung lieber Leser: Nicht herausgeworfen im Sinne von sofort vollzogenen Kündigungen, sondern vorerst "nur" durch so genannte Freistellung und Vergabe der Redaktionsarbeit an eine praktisch komplett anders zusammengesetzte Redaktion), laut taz vom 12. Februar: "Das Niveau sei so ´unterirdisch´, wie er das noch bei keiner Redaktion erlebt habe."

Seine Begründung im Übrigen zum Rauswurf von einigen Fotografen kurz vor Weihnachten: "Im Zeitalter der digitalen Fotografie brauchen Zeitungsverleger weniger Fotografen" (Verlagsflugblatt laut taz, aaO).

Diese Meinung darf bestritten werden. Medien, Zeitungen brauchen prägende Bilderwelten, wenn sie gelesen werden wollen. Wenn Verleger möchten, dass 14-jährige morgens als erste aufstehen, um die Tageszeitung aus der Zeitungsbox zu holen (und damit wieder zu Lesern werden), gäbe es ein ganz einfaches Rezept: Der tägliche Tourbericht (samt aktueller Fotos) von Tokio Hotel, insbesondere dann, wenn solche Gruppen im regionalen Nahbereich auflaufen. Und lokale Blogs und Eventfotografie in die Digital- und Printversionen der Zeitung einbinden. Wer wie die deutschen Verleger seine Fotografen allerdings raussetzt und Bilderwelten allenfalls noch von der großen Halde kauft, braucht weder auf 14-jährige, 24-jährige noch 34-jährige zu setzen. Und manch 44-jähriger Abonnent bestellt sein Blatt inzwischen auch schon ab...


*siehe zum Thema "gesamte Redaktion" auch die Erläuterung im Eintrag "Party...". Spitzfindig betrachtet, ist es nicht die gesamte, sondern "nur" fast alle, da zwei Mitarbeiter/innen wohl neue Angebote für die Ersatzredaktion erhalten haben sollen.

Schnäppchen-Content: (Ausgerechnet) taz über Springer

Ein (etwas zu kurzer) Artikel über die Springer-Honorarbedingungen in der taz http://www.taz.de/pt/2007/02/15/a0270.1/text - a propos: was zahlt eigentlich die taz? ;)

17. Februar 2007: Den Haag: Ausstellungseröffnung

...der Siegerfotos der Silberen Kamera (NL, de Zilveren Camera 2006) im Fotomuseum von Den Haag, www.zilverencamera.nl

Aus der Umlaufmappe: journalist UK

Unser britisches Pendant, die National Union of Journalists, hat in ihrem Magazin journalist einen zweiseitigen Bericht über die Marktsituation von Fotografen im internationalen und im lokalen Bereich veröffentlicht (Nov./Dec., S.16/17):

Silvia Boarini:

"...for top-quality international reportage the main buyers now are charities and campaigning organisations."

"...of all photos on display at Visa Pour L´image, only 20 per cent have been published by newspapers and magazines."

Pete Jenkins gibt weitere Tipps für Lokaljournalisten: Da die lokalen Tageszeitungen in GB (wie in Deutschland) Hungerhonorare zahlen, empfiehlt er die Produktion von Stockfotos und Unternehmensfotografie: "Public relations are not dirty words. Many NUJ photographers are putting their skills to good use in these markets."

Bilder sind das Kapital der Zukunft

...meinen Kerstin und Jörg Allner in einem Beitrag in "Print und Produktion" 1-2/2007 unter dem Titel "Jedem seine Bilderwelt".

Zitat: "Fachleute gehen davon aus, dass derzeit erst ca. 3 bis 4% der deutschen Unternehmen das Potenzial ihrer (klassischen) Bilderwelten ausschöpfen..."

Dabei zitieren sie auch Professor Dieter Herbst von der Universität der Künste: "Laut Herbst brauchen Unternehmen ein Gesicht, eine ´Unique Imagery Position´, um sich vom Wettbewerb zu differenzieren und bei den Bezugsgruppen prägnante innere Bilder entstehen zu lassen."

So gesehen besteht ein Marktpotenzial von noch 96%, und das allein im Bereich der Unternehmensfotografie. Betrachten wir die Tageszeitungen, Zeitschriften und viele Online-Auftritte, könnte diese Aussage aber auch auf diese übertragen werden. Von prägenden Bilderwelten ist außerhalb von Kunst-, Trend- und Modezeitschriften wenig zu bemerken (abgesehen von den bekannten großen Nachrichtenmagazinen, von denen ja einige das Bild sehr kreativ einsetzen, sowie People-Magazinen), häufig wird das Bild in der Tageszeitung, aber auch in Online-Medien nur als Beiwerk und Symbol zu einer vorhandenen Nachricht eingesetzt.

Das Bild als eigene Nachricht und Information, die längere Bildreportage sind selten zu finden. Kein Wunder, weil es keine oder nur eine stark ausgedünnte Bildredaktion gibt - und keinen ausreichenden Honoraretat für Fremdeinkäufe außerhalb von dpa. So gesehen, vergeben viele Medien täglich ihre "UIP", - aus Sicht von Verlegern von Lokalzeitungen möglicherweise aber deswegen kein Problem, weil sie Monopolpositionen im Markt haben. Wer das weitere Abbröckeln seiner Auflage verhindern will, wird das nicht durch Lensing-Wolff-Methoden (Herauswurf einer ganzen Redaktion) lösen, sondern gerade dadurch, dass er mehr Mittel in die Redaktion, vor allem auch die Bildredaktion steckt (statt in teure Kündigungsprozesse).

60 Jahre Magnum

Tipp vom Bildermann:

"Ein Radiointerview auf DeutschlandFunk zum Nachhoeren:

Elliot Erwitt, zeitweiser Vizepräsident von Magnum, im Gespräch zu

"60 Jahre Photoagentur Magnum"

Sendezeit: 12.02.2007 15:40
Autor: Von Schenck, Susanne
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Corso, Kultur nach 3
Länge: 08:12 Minuten
Dateiformat: MP3
Dateigroesse: 1,87MB

Download/anhoeren: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2007/02/12/dlf_200702121540.mp3

"

World Press Photo und Silberne Kamera (NL)

... Preisträger des World Press Photo Preises 2006: Spencer Platt , außerdem die Preisträger der Silbernen Kamera (Niederlande).

FotoStation - Anwendertreffen in Frankfurt am 14. März / Schulungstermine Fotoware

Eine Veranstaltung mit der Möglichkeit zu gezielten Fragen an den Hersteller und zum Erfahrungsaustausch mit anderen Fotostation-Anwendern.

Ort: Frankfurt/Main

Anmeldung bis zum 07. März 2007, E-Mail an hgohl@dr.wirth.de

Programm unter (PDF-Dokument)

http://www.newmedia-log.com/doc/files/502/070314_FotoStation_Screen.pdf

______

...und

Schulungen für Ein- und Umsteiger auf FotoStation Pro

Termine (jweils 9:00-16:00 Uhr)
15.- 16. März
10.- 11. Mai
26.- 27. Juli
06.- 07. September
29.- 30. November

Kosten (für die Schulungstermine, nicht das Anwendertreffen):
380,- EURO zzgl. MwSt., inklusive Getränke und Snack
Tip: Kunden mit FotoWare Software-Maintenance-Agreement erhalten 10% Rabatt

mailto:info@fotoware.de

"Salon für Fotografie": 23./24. März in Berlin

Am 23. und 24. März 2007 findet zum dritten Mal der "Salon für Fotografie" in Berlin statt. http://www.up-date.ws/deutsch/. Die Veranstaltung wendet sich an Fotografen und Kunden aus dem Bereich Werbe- und Mode-Fotografie.

Anmelden können sich u.a. Bildagenturen und Magazine..... Freie Fotografen haben die Möglichkeit, ihr Portfolio in der Präsenz-Bibliothek abzugeben.

Öffnungszeiten:
Freitag 11 - 19 Uhr, Samstag 11 - 19 Uhr
Gleisdreieck, Luckenwalder Strasse 4-6
10963 Berlin Mitte

Themen im Norden

Anlässlich einer Werbe-Mail für einen Videojournalisten-Workshop ein Blick in das Kursangebot des Norwegischen Instituts für Journalistik. Themen der Bild-Seminare: Photoshop I, Photoshop II, RAW. Nicht wirklich überraschend, das sind die Themen, die derzeit überall angesagt sind. http://81.0.149.237/kursbasen/ApplyCoursesList.aspx
Ein Überblick über Angebote in Deutschland (Vorteil: deutschsprachig...) findet sich neben www.insight-online.de
unter http://www.journalist.de/downloads/pdf/infos/Aus_und_Weiterbildung.pdf

Party in Sachen Münstersche Zeitung / Lambert Lensing-Wolff: Münster, 13. Februar ab 19 Uhr

Verleger Lensing-Wolff hat eine ganze* Redaktion handstreichartig "ausgetauscht", jahrzehntelangen Mitarbeitern droht die Arbeitslosigkeit, Kritik in Wikipedia wurde vom Verlag (laut IP-Protokoll) oder jedenfalls von Personen, die unter der IP-Protokoll-Nummer des Verlages arbeiteten gelöscht (siehe Hinweis von gestern). Seitens des Verlags wird versucht, den eiskalten Rauswurf euphemistisch als "Auftragsentzug gegenüber der GmbH" darzustellen und im Übrigen den Mitarbeitern Reformunfähigkeit unterstellt. Schafft es der Verlag mit solchen Sprachregelungen und intensiver Wikipedia-Mit-Redaktion**?

Dieser Umgang mit Mitarbeitern wurde von vielen Seiten verurteilt, teilweise fiel das Wort "Unmenschlichkeit". Wenn das Beispiel Schule macht, darf sich ein jeder Mitarbeiter in Verlagshäusern darauf einstellen, dass das nächste Gespräch mit der Geschäftsführung auch das letzte, und zwar für die gesamte Redaktion sein kann: "Chef, geht es wirklich um die Vorbereitung des Stadtjubiläums oder um unsere Kündigung aus Anlass der 30jährigen Mitarbeit?"

Am 13. Februar findet daher in Münster eine Veranstaltung mit Musik und Kabarett statt.

Hier die Bitte des Münsterländer Pressevereins:

Solidarität ist gefragt - und zwar mit den KollegInnen der Münsterschen Zeitung, die seit dem 19. Januar offiziell freigestellt sind. Wer diesen unglaublichen Akt des Dortmunder Verlegers Lambert Lensing-Wolff nachlesen möchte, kann sich bei uns auf der Homepage kundig machen www.djv-muensterland.de.

Es gibt aber noch eine große Bitte an jeden von euch: Macht die Veranstaltung landesweit bekannt. Bringt sie in euren Terminkalendern unter, überlegt, ob euer Sender oder eure Zeitung etc. nicht eine Möglichkeit haben, über die Veranstaltung zu berichten. Wenn nicht,
dann reicht den Text doch an KollegInnen weiter, die vielleicht schnell damit was anfangen können.

Mit Musik und Kabarett gegen Freistellungen

Solidaritätsveranstaltung mit den "gefeuerten" KollegInnen der MZ
Dienstag, den 13.2. ab 19 Uhr im Heaven, Hafenweg 31, Münster

Der Protest gegen den skandalösen Redaktionstausch und die noch nicht zurückgenommene Freistellung der 17 KollegInnen der Münsterschen Zeitung in Münster geht weiter. Das bundesweite Medienecho hat die erste Freistellung einer kompletten Zeitungsredaktion seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland bekannt gemacht. Das unglaubliche Vorgehen des Dortmunder Verlegers Lensing-Wolff wird inzwischen als "Manchester-Journalismus"(SZ) gebrandmarkt.

Immer noch ist nicht klar, welche Zukunft die 17 MZ-Kollegen haben. Ihre Forderung nach einer Rückkehr an ihren Arbeitsplatz und damit zum Schreiben ist noch nicht erfüllt worden. Die Solidarität der Bürger Münsters und der KollegInnen in Redaktionen und Pressestellen in der Region hält unvermindert an.

Zusammen mit Münsters Kunst-, Kultur- und Musikszene veranstalten die beiden Journalistengewerkschaften des Münsterlands am Dienstag, 13. Februar, ab 19 Uhr einen Solidaritätsabend für die freigestellten MZ-KollegInnen. Veranstaltungsort ist der Club "Heaven" im münsterschen Hafen am Hafenweg 31.

Mit vielen bekannten Künstlern aus Münster und der Region wird derzeit ein außergewöhnliches Solidaritätsprogramm vorbereitet. Es soll den betroffenen MZ-KollegInnen und auch ihrem Arbeitgeber die Breite des Protests in Münster gegen die Freistellungen zeigen.

- Mitwirkende: 6-Zylinder; Steffi Stephan; Winne Voget; Buschtrommel; Matt Walsh mit Cuba All Star Band; Von Oben (Gunia, Krystofiak); Frank Biermann Sextett; Johnny Ketzel und die Schliesser; Pit Budde, Josie Kronfli u.a.; Jazz Lounge Trio; Jürgen Kehrer; DJ Vicky; u.a.

- Eintritt: 5 Euro, 3 Euro ermäßigt gegen Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung

- Vorverkaufstellen: Le Midi, cuba, CubaNova in Münster.

- Der Erlös des Abends geht an das münstersche Straßenmagazin "Draußen" und die Arbeitslosenzeitung "Die Sperre".

- Informationen zu den Vorgehen bei der Münsterschen Zeitung:
http://www.presseverein-muenster-muensterland.de/

Veranstalter/Kontakt:
- Frank Biermann, Deutsche Journalistinnen und Journalisten-Union
- Werner Hinse, Deutscher Journalistenverband NRW, Presseverein
- Rainer Bode, VereinMZ (Mutige Zeitungsleser), Mail
r.bode@muenster.de


KOMMENTAR

Aus rechtlichen Gründen ist der Kommentar eines anonymen Besuchers entfernt worden, der einen Text zum Thema "Wie werden wir 5 Mitarbeiter in einer Abteilung los" verfasst hat. Da der Verlag Lensing-Wolff bereits an diverse Publikationen kostenpflichtige Abmahnungen in Zusammenhang mit der Berichterstattung über den Auftragsentzug der Redaktionsarbeit für die Münstersche Zeitung verschickt hat (diesen als Kündigung zu bezeichnen, ist unzulässig, da noch keine Kündigungen erfolgt sind), soll hier keine weitere Förderung des Rechtsanwaltswesens erfolgen.

Mag sein, dass die extended version des Kommentars irgendwo woanders im Netz zu finden ist, hier soll sie es jedenfalls nicht sein. Wer etwas Kritisches zum Thema zu sagen hat, möge es bitte mit seinem richtigen Namen tun. Gerne überprüft der DJV für seine Mitglieder die Zulässigkeit von Formulierungen (siehe Impressum). Ansonsten empfiehlt sich auch fürs Bloggen heutzutage eine Vermögenschadenshaftpflichtversicherung, dazu informiert der DJV-Versicherungsmakler Helge Kühl, 04346/5031...


*Anmerkung: Inzwischen wurde wohl einem Redakteur und einer Sekretärin aus der alten Redaktion eine Stelle in der neuen Redaktion angeboten.


**Wer unter der IP des Verlags die Änderungen durchführte, wird selbstverständlich nicht nachzuweisen sein. Wie intensiv der Verlag also dran beteiligt war, letztlich auch nicht. Fakt und nachweisbar ist allerdings, dass der Verlag durch Gegendarstellungen und Unterlassungsschreiben (begleitet mit Kostennote der Rechtsanwältin) versucht, die Berichterstattung über sein Vorgehen zu korrigieren. Es wäre ein Wunder, wenn der Verlag dies also auch nicht in Wikipedia versucht hätte, wo es doch viel einfacher, sogar ohne Anwälte geht. Aber Wunder soll es ja bekanntlich immer wieder geben...

Seminar Bildrechte

"...ein Seminar speziell für Art Buyerinnen, Art Directoren, Bildredakteure und all' die, die tagtäglich mit Bildern umgehen"

Mit Dr. Wolfgang Maaßenn am Donnerstag, 22. März 2007 in München.

Ort: Seminarraum A 102 der IHK-Akademie München
c/o Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern,
Orleansstraße 10 - 12, 81669 München

Teilnehmerkreis Mitarbeiter von Werbeagenturen (Art Direction, Art Buying), Repräsentanten, Bildredakteure, Fotografen

Referent Dr. Wolfgang Maaßen, Rechtsanwalt
Justiziar des BFF Bund Freischaffender Foto-Designer

Kosten 185,- Euro zzgl. MwSt.
(Seminarskript und Getränke sind im Preis enthalten)

Anmeldeschluss 15. Februar 2007

Veranstalter BFF Bund Freischaffender Foto-Designer e.V., Tuttlinger Straße 95,
70619 Stuttgart, Telefon 0711/473422, Fax 0711/475280, info@BFF.de
Anmeldung bis zum 15. Februar bei:

BFF-Geschäftsstelle:
Postfach 750330
D-70603 Stuttgart
Tuttlinger Straße 95
D-70619 Stuttgart
Tel. 0711 / 473422
Fax 0711 / 475280
Mobil 0172 / 9373621

Virtuelle Absprachen und freie Mitarbeiter, die nur an (Linden)Dollar denken

Während in realen Welt die Stellen der Angestellten in rabiater Weise abgebaut werden (siehe Münstersche Zeitung, Verleger Lensing-Wolff, siehe dazu auch http://t3reporter.blogspot.com/2007/01/mnstersche-zeitung-lensing-wolff-lscht.html), und die Mitarbeit der Freien bei Tageszeitungen immer härteren Bedingungen ausgesetzt wird (Beispiel: Honorarbedingungen Springer), geht der Trend offenbar zur virtuellen Mitarbeit und zur Bezahlung in Lindendollar.

Das NDR-Medienmagazin "Zapp" berichtet über die von Bild.T-Online herausgegebene virtuelle Zeitung "The AvaStar" in der Online-Welt "Second Life", bei der laut NDR-Medienmagazin "Zapp" fünf feste und zweiundzwanzig freie Journalisten arbeiten:

"Wer hinter einigen Figuren steckt, weiß noch nicht einmal der Chefredakteur. Die Redaktionsmitglieder bleiben virtuell - die Absprachen manchmal ebenfalls."

(Wird vermutlich nicht lange dauern, bis auch die freien Redaktions-Avatare die neuen Honorarregelungen aus dem Hause Springer erhalten...)

Gregor Stemmle, Vorstandvorsitzender "Bild.T-Online" urteilt dabei laut "Zapp" über seine freie Mitarbeiter:

"Die Anonymität dieser Welt birgt eine gewisse Unzuverlässigkeit, auch auf Seiten der freien Mitarbeiter... der freie Redaktions-Avatar möchte als Avatar angesprochen werden, und möchte in Lindendollar bezahlt werden und möchte sonst von sich nicht preis geben."

Ja, das wäre natürlich schön, wenn man die freien Mitarbeiter nicht nur in Lindendollar bezahlen könnte, sondern gleichzeitig ihre wahren Namen hätte, damit man sie im Zweifelsfalle in Haftung nehmen kann, wenn es zu presserechtlichen Problemen kommt... Nach den neuen Springer-AGB kommen die freien Mitarbeiter der echten Welt in sehr reelle Probleme, da sie umfangreich für ihr Material haften sollen.

Volltext unter:

http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID3645828_REF2488,00.html

DJV-Pressemitteilung zu Honorarbedingungen bei Axel Springer

Medienverbände fordern von Mathias Döpfner:
Neue Honorarbedingungen aussetzen!

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV), FreeLens und ver.di haben in einem Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Axel Springer AG Dr. Mathias Döpfner gegen die neuen Honorarbedingungen des Unternehmens protestiert. Die Honorarbedingungen seien für freie Journalisten unakzeptabel, wenn sie weiterhin von ihrer journalistischen Tätigkeit leben wollten, heißt es in dem Schreiben, das am Freitag an Döpfner gesendet wurde.
Die Axel Springer AG verschickt seit Mitte Januar ihre neuen Honorarbedingungen, die deutliche Verschlechterungen gegenüber den bisherigen Regelungen enthalten. Die drei Medienverbände kritisieren in ihrem Brief unter anderem, dass der Verlag sich Rechte für die Mehrfachnutzung von Fotos und Texten einräumen lässt, ohne die mehrfache Nutzung auch zusätzlich und damit angemessen zu vergüten. Das in den Honorarregelungen vorgesehene Recht des Verlages, Fotos der freien Journalisten für Werbezwecke einzusetzen, während die Freien weiter dafür hafteten, setze Bildjournalisten zudem erheblichen rechtlichen Risiken aus. Das gelte insbesondere, wenn Personen auf den Fotos abgebildet seien. Die Nennung des Autorennamens ist nach Ansicht der drei Verbände eine Selbstverständlichkeit, die durch Honorarbedingungen nicht ausgeschlossen werden darf. Genau diese Möglichkeit aber sehe der Verlag in seinen neuen Regelungen vor.

Wörtlich heißt es in dem Brief: "Die neuen Honorarbedingungen entsprechen weder dem generellen Prinzip des fairen Umgangs zwischen gleichberechtigten Marktteilnehmern noch den speziellen Grundsätzen des Urhebervertragsrechts." Die drei Verbände forderten Döpfner deshalb auf, die Anwendung der neuen Honorarbedingungen auszusetzen, bis die derzeit laufenden Verhandlungen mit den Verlegerverbänden über gemeinsame Vergütungsregelungen für die freien Journalisten abgeschlossen sind.

Post vom Verlag oder die Geschichte vom "nur"

Inzwischen ist auch erste E-Mail vom Axel Springer Verlag beim DJV eingetroffen. Fast von ganz oben. Darin wird "richtig gestellt", dass "dass sich der Verlag nur insoweit Rechte einräumen lässt, wie er dies für seine Aktivitäten benötigt." Eine Zweitverwertung durch den freien Journalisten sei selbstverständlich möglich. Selbst dort, wo er exklusive Rechte benötige, würde er sich die Nutzungsrechte "nur" für ein Jahr einräumen lassen. Es sei eine "Selbstverständlichkeit", dass der Verlag zeitnahe Nutzungen in anderen Verlagen nicht zulassen wolle. Eine Mehrfachvergütung sei im Übrigen gar nicht ausgeschlossen, lediglich der "individuellen Vereinbarung" überlassen.

Dies sei hiermit richtig gestellt.

Hierauf wäre allerdings zu antworten, dass es für viele freie Journalisten, gerade auch Bildjournalisten, eine Selbstverständlichkeit ist, ihr Material zeitnah auch anderen Medien anzubieten. Wenn man einmal das weiße Reh vor die Linse bekommt - sollten denn wirklich nur die Leser der BILD-Zeitung darauf Anrecht haben dürfen? Und warum sollte ein Bildjournalist auf die Möglichkeit verzichten, ein solches Bild, das alle Welt interessiert, an konkurrierende Magazine zu verkaufen? Viele Termine rechnen sich doch längst nur noch dann, wenn die Mehrfachverwertung möglich bleibt.

Dass ein Bild "nur" für ein Jahr gesperrt sein soll, ist im Zeitalter des Geschwindigkeitsrausches ein "nur", das jeder Beschreibung spottet. Dieses "nur" wohnt vermutlich in Schilda, und bevor es nur ein kleines "nur" war, war es eigentlich ein schlauer Riese. Dann aber erkannte das "nur", dass man mit zuviel Wissen in der Welt nur ins Unglück gerät, und deswegen wurde es ein "nur", dass jetzt für den Axel Springer Verlag ganz klein tut, freilich aus dem Home-Office in Schilda heraus...

Was die "individuellen Abreden" angeht, so sind sie im schnellen Zeitungs- und Zeitschriftengeschäft eben nicht immer zeitnah zu treffen. Hier helfen verbindliche Honorarregelungen, die auch für Zweitnutzungen klare Werte vorsehen. Wenn mehr gefordert wird, kann das immer noch separat vereinbart werden. Gar nichts zu regeln, bedeutet dagegen, dass im Regelfall das Ratespiel losgehen wird: Gibt es eine zusätzliche Vergütung? Gilt der 12-a-Tarifvertrag? Oder die Werte der Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing? Dass etwas individuell vereinbart werden kann, heißt ja nicht, dass damit individuell ein Anspruch in jedem Fall anerkannt würde.

Die E-Mail-Adresse des Absenders nennen wir hier nicht. Das E-Mail-Postfach würde vermutlich ein wenig zu voll werden, wenn wir es täten, gerade weil dem einen oder anderen die Gestalt des "nur" auch nicht ganz so klein vorkommt, wie es sich derzeit geben will.

Um für alle Betroffenen in einer E-Mail-Postfächer schonenden Form zu antworten, hat der DJV daher (siehe unten) zusammen mit anderen an den Verlag geschrieben, ganz offiziell. Wir berichten weiter...

DJV-Schreiben an Axel Springer AG

Der DJV hat zusammen mit anderen Journalistenorganisationen ein Schreiben an den Vorstandsvorsitzenden der Axel Springer AG verfasst, mit dem die neuen Honorarregelungen zurückgewiesen werden. Der DJV fordert darin ein Moratorium für die Regelungen und den Vorrang der Verhandlungen über Gemeinsame Vergütungsregelungen, die zwischen dem DJV, ver.di und dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) sowie dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) stattfinden. Weitere juristisch wirksame Schritte werden vom DJV zur Zeit intensiv vorbereitet. Mehr in Kürze...

Seminare für Bildjournalisten

...einige Termine der Berliner Journalistenschule:

MÄRZ

Fotografie in der Praxis
26./27. März

Digitale Fotografie und Bildbearbeitung (Photoshop)
28. bis 30. März

Aufbaukurs Photoshop (Freistellen/Ebenenmasken)
31. März

Berliner Journalisten-Schule (BJS)
Karl-Liebknecht-Straße 29
10178 Berlin

Fon + 49 / (0) 30 / 23 27 60 02
Fax + 49 / (0) 30 / 23 27 60 03

Mehr unter

Mail info@berliner-journalisten-schule.de
www.berliner-journalisten-schule.de

Journalisten-Partnerschaft und -GmbH: Pflichtangaben auch in E-Mails

Wer eine Journalisten-Partnerschaftsgesellschaft oder eine GmbH betreibt, muss in geschäftlichen E-Mails neuerdings Pflichtangaben zur Gesellschaft machen. Mehr dazu unter www.djv.de/freie unter "News".